Teneriffa entdecken: Die mysteriöse Cueva del Viento

In den Tiefen Teneriffas liegt die längste Vulkanhöhle Europas.

Die 'Höhle des Windes' bringt seit ihrer Entdeckung Mysterien wie besondere, im Dunkeln lebende Arten und einen stetigen Luftzug mit sich.

Die ältesten Höhlenteile sind vor ca. 27.000 Jahren beim Ausbruch des Pico Viejo entstanden. Nach dem Teide ist er der zweitgrößte Gipfel auf der Insel.

Bei einer hohen Geschwindigkeit von flüssiger Lava bilden sich Tunnel. In diesem Fall floss die Lava mit einer so großen Geschwindigkeit, dass sich eine Höhle von circa 17 Kilometern mit überwiegend glatten Gestein gebildet hat.

Von diesen sind nur knapp 200 Meter des Höhlensystems zu besichtigen: Die drei Ebenen haben schon einige Archäologen verdutzt und sind deshalb großteils für Forschungen und Erhalt der dortigen Lebensarten gesperrt.

Durch die besonderen Lebenskonditionen in der Dunkelheit wurden von den 190 ansässigen Tierarten ganze 15 Spezies in der Cueva del Viento zum ersten Mal entdeckt. Einige der Tiere sehen nie das Tageslicht!

Nicht nur das Gestein ist ein Zeitzeuge der tausenden von Jahren, die seit dem Ausbruch vergangen sind. Durch unbeabsichtigte Abstürze von tollpatschigen Tieren sind einige Fossilien von ausgestorbenen Arten geblieben, zum Beispiel die Riesenratte 'Canariomys bravoi'.

Das Phänomen, welches der Höhle ihren Namen verdankt, wurde inzwischen gelüftet: Durch den Druckausgleich der Temperatur in- und außerhalb der Höhle gibt es einen ständigen Wind, der durch die Höhle pfeift. Besucher dürfen bei einer lehrreichen Führung dem Strom lauschen und die Folgen der Naturgewalt hautnah betrachten.

Lust, die längste Vulkanhöhle auf diesem Kontinent zu besichtigen? Auf der Website vom Besucherzentrum kann man Führungen buchen und mehr über die Mysterien im Untergrund erfahren.

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-Isabelle Wiermann

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