Unsere Kollegen machen sich bereit, um den Strand zu reinigen

Clean the beach! Wir säubern den Strand in Palm Mar

Rauschende Wellen, Delfine und Badeurlauber im Genießermodus: Der atlantische Ozean bringt mit seiner Schönheit ständig zum Staunen. Auch am 23. September hat er eine Versammlung inspiriert – 25 Personen haben sich ehrgeizig mit Müllsäcken, Handschuhen und Spießen auf den Weg gemacht, um den Strand in Palm Mar zu reinigen.

Darunter befanden sich Freiwillige Helfer wie auch Mitarbeiter von Can Do, welche die „Clean the Beach“-Aktion organisierten. Grund dafür war die Liebe zum Meer und zur Natur auf Teneriffa, die sich kilometerlang durch das vulkanische Küstengebiet an der Stadt zieht. Nach einigen Stunden praller Sonne und ebenso prall gefüllten Müllsäcken wurden ganze 25 Stück zusammengetragen. Neben allgemeinen Plastikteilen und Taschentüchern gab es einige skurrile Entdeckungen wie alte Puppen, halbe Stühle und eine größere Auswahl von Kleidungsstücken.

Ein Urlaub zwischen Plastikmüll und zerbrochenen Glasflaschen: Keine Beschreibung, die im Reiseführer besonders ansprechend wirken würde. Die Strände Teneriffas sind für viele Touristen wie auch Einwanderer einer der Hauptgründe, um auf die Sonneninsel zu kommen und das warme Wetter am Atlantik zu genießen. Trotzdem leidet die Umwelt Teneriffas stark am menschlichen Eingreifen. Badelustige und Camper hinterlassen lästige Verpackungen, Kleidungsstücke und Essensreste an der Brandung, ohne an Konsequenzen für andere Strandgenießer und die Tierwelt zu denken.

Die zugemüllten Strände sind nicht nur eine ästhetische Zumutung: scharfe Kleinteile, auslaufende Flüssigkeiten und schimmelige Lebensmittel erschaffen ein unangenehmes Umfeld für alle Beteiligten. Gerade dann, wenn der Müll im Anschluss in das Meer gespült wird. Viele Organisationen, die Freizeitgestaltung auf der Insel anbieten, verpflichten sich dazu, die Umwelt zu respektieren. Bei Bootstouren wird besonders darauf geachtet, die Meeresbewohner nicht zu stören und ihnen die Möglichkeit zu geben, ohne Gefahr in Küstennähe schwimmen zu können.

"Erst letztens mussten wir eine Schildkröte aus einem Plastikbecher befreien, in dem sie eingeklemmt war", erzählte ein Kapitän der beliebten Touren. Kleine Plastikteile erscheinen undramatisch, können den Meerestieren aber schnell zum schmerzhaften Verhängnis werden.

In Zukunft sollen weitere Reinigungsaktionen geplant werden, um zu verhindern, dass vor allem Plastik und Essensreste in das Meer gespült werden. Bis dahin hoffen die fleißigen Helfer, dass vernünftig mit den Hinterlassenschaften an den Küsten umgegangen wird. Der Strand in Palm Mar soll weiterhin ein ruhiges Paradies bieten  - für glücklichere Fische und Besucher.

-Isabelle Wiermann

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